Mit der Ausgabe des Rotharium-Token beabsichtigt das österreichische Unternehmen Crypto Future GmbH die Finanzierung der Entwicklung der Rotharium-Plattform. Die Rotharium Plattform soll die Integration von Business 2 Consumer Apps bzw. Standard Cloud- oder On-Premise Lösungen in die Blockchain ermöglichen. Eine auf der Rotharium Plattform basierende App soll wie ein Marktplatz agieren, an dem das Angebot von Unternehmen mit der Nachfrage von potentiellen Kunden für bestimmte Leistungen wie etwa Unterkünfte oder Lagerräume zusammengebracht werden. Das Zusammenführen von Angebot und Nachfrage soll dabei über die Blockchain funktionieren. Crypto Future plant neben der Entwicklung eigener Anwendungen auch, die Schnittstellen anderen Unternehmen offenzulegen, um einfacher Blockchain-basierte Anwendungen zu entwickeln. Zur Nutzung des Service sind Rotharium-Token erforderlich.

Oliver Völkel, Partner bei Stadler Völkel Rechtsanwälte, hat die Transaktion strukturiert: "Dieses neue Initial Coin Offering zeigt einmal mehr, welche Geschäftsmodelle alle einer Finanzierung durch die Ausgabe von Coins oder Token zugänglich sind. In rechtlicher Hinsicht haben wir bei Rotharium eine Mischform aus Ökosystem-Modell und Gutschein-Modell. Der Token ist notwendig, um bestimmte Funktionen der Rotharium-Plattform nutzen zu können, die auf der Blockchain eigenständig laufen, andererseits wird er vom Unternehmen als Gutschein für die eigenen Dienstleistungen entgegengenommen." so Oliver Völkel.

"Stadler Völkel Rechtsanwälte haben nun erneut ein Initial Coin Offering nach österreichischem Recht erfolgreich begleitet. Wir freuen uns, dass wir innerhalb der FinTech-Community das Vertrauen als hochspezialisierter Partner für ICO-Beratung genießen. Wir empfehlen immer wieder gerne österreichisches Recht als anwendbares Recht für ICOs – und den Standort Österreich als geeigneten Technologie-Hub" so Arthur Stadler, Partner bei Stadler Völkel Rechtsanwälte.

Philip Raffling, Partner bei WRTP: „innovative Start-ups müssen mit ihren Geschäftsideen oftmals spezielle Gesetze beachten. Ein geordnetes rechtliches Setup leistet einen wesentlichen Beitrag zum späteren Erfolg“, so Philip Raffling.

Was ist ein Initial Coin Offering?

Ein Initial Coin Offering oder Initial Token Offering ist eine neue Form der Unternehmensfinanzierung unter Einsatz der Blockchain-Technologie. In einem ICO oder ITO bietet der Entwickler einer neuen Kryptowährung oder eines neuen Tokens diese zum Verkauf oder Tausch gegen andere Kryptowährungen an. Diese Coins werden üblicherweise in Verbindung mit einem Online-Service verwendet, der ebenfalls von diesem Unternehmen entwickelt wurde. Anders als bei klassischen Formen der Kapitalbeschaffung haben die an dem Verkauf oder Tausch teilnehmenden Personen in der Regel kein Recht auf eine Dividende oder eine Rückzahlung ihrer Investition, sind für die Teilnehmer des ICO oder ITO in der Regel mit einem besonderen Nutzen verbunden. Die im ICO erzielten finanziellen Mittel sollen sodann vom Unternehmen in einer bestimmten Weise verwendet werden.

Stadler Völkel Rechtsanwälte

Stadler Völkel Rechtsanwälte (www.svlaw.at) sind spezialisiert auf das Recht der Kryptowährungen und Blockchain-Anwendungsformen. Die Anwaltskanzlei berät regelmäßig Unternehmen und Banken bei Rechtsfragen im Zusammenhang mit virtuellen Währungen. Sie ist Österreichs wohl erste und – soweit ersichtlich – einzige Anwaltskanzlei, die man neben Euro auch in Bitcoin 'bezahlen' kann. Stadler Völkel Rechtsanwälte engagieren sich weiters, die Akzeptanz von Kryptowährungen und der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie zu steigern. So organisiert die Rechtsanwaltskanzlei regelmäßige Veranstaltungen zu diesen Themen (Videos auf YouTube) und hat bei der Entwicklung der Blockchain Roadmap des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft einen Beitrag geleistet (Link). Die Anwaltskanzlei ist daneben in der Ausbildung des juristischen Nachwuchses an der Universität Wien (Link) engagiert und versucht durch die Entwicklung neuer Technologien selbst stets am Puls der Zeit zu bleiben.

Wieneroiter Raffling Tenschert & Partner Rechtsanwälte (WRTP)

WRTP (www.wrtp.at) mit Sitz in Wien und Graz sind auf die umfassende Rechtsberatung von Start-ups, Gründern und Investoren spezialisiert und begleitet diese bei der langfristigen Entwicklung des Unternehmens. Neben Themen wie die Digitalisierung, IoT und Datenschutz betreut WRTP unter anderem auch in allen Bereichen des (öffentlichen) Wirtschafts-, Gesellschafts- und Immobilienrechts.

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