Kundenbefragung als zulässige Werbung?

In einer Entscheidung aus 2018 befasste sich der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) mit der Frage, ob – nach erfolgtem Kauf eines Produkts – die Aufforderung an den Kunden, eine Bewertung abzugeben, als unaufgeforderte Nachricht und damit als unzulässig zu bewerten ist. Neben der Qualifikation einer Kundenzufriedenheitsbefragung als Werbung und einer Interessensabwägung zugunsten des Klägers, kritisierte der BGH, dass sich der Kunde zumindest gedanklich mit der Kundenzufriedenheitsanfrage beschäftigen muss. Jacqueline Bichler analysiert die weiteren Entscheidungsgründe und vor allem wie dieser Sachverhalt nach österreichischer Rechtslage beurteilt werden würde.