Die Forschungsstelle für eSport-Recht der Universität Augsburg ("FeSR") und die österreichische Kanzlei Stadler Völkel Rechtsanwälte haben im März 2020 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um das Thema eSport-Recht im gesamten deutschsprachigen Raum gemeinsam voranzutreiben. Inhalt der Kooperation ist vor allem der Austausch von Informationen zwischen Praxis und Wissenschaft sowie die Organisation und Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen, wie des Events "Symposium: eSport und Glücksspiel".

Die FeSR ist eine unabhängige Einrichtung der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Maties. Ziel der Einrichtung ist es, juristische Forschung im Bereich eSport zu betreiben. Darüber hinaus versteht sich die FeSR als Ansprechpartnerin für Politik, Ministerien, Verbände und Unternehmen.

Stadler Völkel Rechtsanwälte ist eine Wirtschafts-Boutique mit einem Fokus der Rechtsberatung auf bestimmte Branchen. Das eSport-Department der Sozietät betreut hierbei diverse Steakholder des elektronischen Sports in Österreich: Neben Veranstaltern, eSport Organisationen und eSportlern auch Wettfirmen.

"Die zunehmende Professionalisierung des eSport hat zur Folge, dass juristische Fragestellungen sehr oft das Recht mehrerer Nationalstaaten betreffen. Als Jurist ist man daher auf den grenzüberschreitenden Austausch und die Zusammenarbeit mit Kollegen und Kolleginnen angewiesen, die sich genauso leidenschaftlich mit der Thematik befassen. Umso mehr freut uns die Kooperation mit der FeSR, die im eSport in Deutschland sowie auch über die Grenzen hinaus eindrucksvolle Pionierarbeit leistet. Gemeinsam möchten wir den eSport aus internationaler Sicht auf ein neues Level hieven", so Mag. Urim Bajrami, Rechtsanwalt und Leiter der Practice Group "eSport" bei Stadler Völkel.

"Der eSport ist ein internationales Phänomen. Will man dieses erforschen, so verbietet sich eine rein nationale Herangehensweise", sagt Prof. Dr. Martin Maties, Leiter der Forschungsstelle für eSport-Recht. "Schon vor unserem Tätigwerden hat sich die Kanzlei Stadler Völkel Rechtsanwälte aus Wien dem eSport in verschiedenen Projekten (u.a. in Zusammenarbeit mit der Universität Wien) gewidmet. Es kam bereits früh zu einem Gedankenaustausch hinsichtlich der rechtlichen Implikationen im eSport. Durch die Kombination aus Praxis und Wissenschaft haben beide Seiten sich mit Ideen und Problembewusstsein wechselseitig bereichert. Es freut uns daher sehr, dass wir diese Zusammenarbeit nun in feste Formen gießen können."

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