Die Österreichische Post AG bietet mit der Crypto stamp eine Briefmarke an, die neben der Frankatur auch als digitales Abbild in der Blockchain gespeichert ist. Dadurch ist eine lückenlose Nachweisbarkeit aller Übertragungen auf der Blockchain möglich.

Über die Crypto stamp

Im Jahr 2019 kam die erste Crypto stamp auf den Markt. Die Marke mit Einhorn-Motiv war nicht nur innerhalb kürzester Zeit vergriffen, sie sorgte auch für Schlagzeilen auf der ganzen Welt. Das veranlasste die Post, eine zweite Edition aufzulegen. Diese erschien ein Jahr später, im Juni 2020. Diesmal wurden vier Motiven aus der Crypto-Szene gewählt: Honigdachs, Lama, Panda und Doge. Aufgrund des anhaltenden Erfolgs hat sich die Österreichische Post AG entschieden, auch 2021 eine neue Edition der Crypto stamp aufzulegen. Die nunmehrige Edition 3.0 zeigt als Motiv den in der Crypto-Szene einschlägigen Wal. Neu sind die NFC-gestützte Echtheitsprüfung der Crypto stamp sowie der höhere Sicherheitsstandard der physischen Briefmarke. Außerdem wurden Verbesserungen hinsichtlich Transaktionskosten (Gas Fee) umgesetzt.

Der Vorverkauf der Briefmarke wurde bereits nach kurzer Zeit abgeschlossen. Im regulären Verkauf kann die Crypto stamp 3.0 ab 21. Juni 2021 über den Online Shop der Post, in den Postfilialen, in den Philatelie-Shops und -Verkaufsstellen, über den Sammler-Service der Post und über den Onchain Store erworben werden.

Über den Onchain Store

Eine Besonderheit stellt der Onchain Store der Österreichischen Post AG dar. Über diesen Store kann die Crypto stamp tatsächlich onchain gekauft werden. Der Store verfügt über eine eigene Adresse auf der Blockchain und kann auch über den Webauftritt der Post erreicht werden. Bezahlt wird die Crypto stamp 3.0 im Onchain Store mit der virtuellen Währung xDai. Der Vertragsabschluss erfolgt direkt über einen Smart Contract auf der Blockchain.

Die Crypto stamp und der Onchain Store zeigen, dass die Blockchain-Technologie und digitale Assets keine Randerscheinung mehr sind, sondern bereits im Mainstream angekommen sind. Die Unveränderlichkeit der Blockchain lässt sich juristisch zur Dokumentation von Vertragsabschlüssen gut nutzen, und auch etwa dann, wenn ein Gesetz fordert, dass bestimmte Informationen dem Vertragspartner auf einem dauerhaften Datenträger zu überlassen sind.“ so Dr. Oliver Völkel, LL.M., Gründungspartner von STADLER VÖLKEL über den Onchain Store.

Über STADLER VÖLKEL

Die Rechtsanwaltskanzlei STADLER VÖLKEL ist unter anderem auf das Recht der virtuellen Währungen und digitalen Assets spezialisiert. Die Kanzlei berät renommierte österreichische und internationale Unternehmen, Banken und Dienstleister in Bezug auf virtuelle Währungen bei allen Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie.

STADLER VÖLKEL setzen sich aktiv dafür ein, die Akzeptanz der Technologie zu steigern. So veröffentlicht die Rechtsanwaltskanzlei regelmäßig online Videomitschnitte von Veranstaltungen, bei denen die Technologie aus verschiedenen Blickwinkeln juristisch betrachtet wird, hat bei der Blockchain Roadmap Austria einen Beitrag geleistet, ein Regime zum gegenseitigen Verständnis der Bankenwelt und der Welt der digitalen Assets entwickelt, und organisiert regelmäßig Lehrveranstaltungen zu dem Thema am Juridicum der Universität Wien.

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