Crypto – Crash or Correction? Blockchain Market Outlook

Am 7. Februar 2018 fand die erste Diskussion der Crypto Research Report-Berater statt, an der auch Dr. Oliver Völkel, LL.M. teilnahm.

In der Diskussion über das Thema „Crypto – Crash or Correction? Blockchain Market Outlook“ wurde über die neuesten Trends in der Kryptowelt diskutiert, wie etwa Initial Coin Offerings, der Markteinbruch von Bitcoin, die rechtliche Anforderungen für Investitionen in Kryptos und warum Institutionen und Banken noch keine führende Position am Blockchain-Markt innehaben.  Dr. Oliver Völkel, Berater des Crypto Research Reports und der Incrementum AG, äußerte sich zu den Entwicklungen der Blockchain-Technologie in der Vergangenheit und zeigte sich erfreut über das gestiegene Interesse potenzieller Kunden, insbesondere bei der Auswahl Österreichs als Wirtschaftsstandort: „Besonders interessant ist, dass vor allem deutsche Gesellschaften nach Österreich kommen und ihren Sitz hierher verlegen, um Kryptogeschäfte in Österreich zu tätigen und dann anschließend wieder versuchen, ihre Dienstleistungen in Deutschland anzubieten, weil es aufgrund der in Österreich geltenden Regelungen und Gesetze im Vergleich zu Deutschland einfacher ist kryptospezifische Geschäfte abzuwickeln„, so Oliver Völkel.

Neben den regulatorischen Maßnahmen, sind jedoch vor allem das fehlende Verständnis der Öffentlichkeit für die Blockchain-Technologie und die damit verbundenen Gefahren die wichtigsten Faktoren, welche die Etablierung von Kryptowährungen erschweren. „Ich habe eine Zunahme von Fällen beobachtet, in denen Kunden auf solche Betrügereien hereingefallen sind. Wenn das so weitergeht, könnte dies den gesamten Bemühungen, die wir aufnehmen, um Kryptowährungen zu etablieren, schaden. Ich denke, dass wir alle daran arbeiten sollten, um das zu verhindern.“ Auch wenn die Vorschriften über Kryptowährungen noch immer in der Entwicklung und manchmal unklar sind, befinden wir uns keinesfalls im „wilden Westen„, so Oliver Völkel. Es existieren sehr wohl Vorschriften, an die man sich zu halten hat – so muss in bestimmten Fällen etwa den Anforderungen des Kapitalmarktgesetzes entsprochen werden, das bei Verstößen hohe Strafen vorsieht. Aber selbst bei der Erstellung eines normalen Tokens gibt es Gesetze, wie zB die Verbraucherrechtsrichtlinie, die befolgt werden müssen. Es gibt also keinen rechtsfreien Raum.

Eine spannende Neuerung im österreichischen Recht ist derzeit etwa die Aktualisierung der vierten Anti-Geldwäscherichtlinie, die in Kürze verabschiedet wird und erstmals auch den Begriff „Kryptowährung“ definiert.

Das Protokoll des gesamten (Beirats)treffens finden Sie hier.